Fakten

Mein Name ist Gernot Schatzdorfer, ich wurde 1960 geboren und lebe in Graz im südlichen Österreich. Ich habe Mathematik und Physik für das Lehramt studiert und später auch eine Ausbildung für IT-Management abgeschlossen. Ich unterrichte Mathematik und Informatik in einem Gymnasium und halte dort die Computersysteme am Laufen. Ich bin seit 2003 mit Barbara verheiratet und habe seit 2011 einen Sohn.

 

Lesen

Ich habe immer gern und viel gelesen, vor allem Sachbücher und Science-Fiction. Die Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik, vor allem für Astronomie und Weltraumfahrt, geht noch auf den fortschrittsgläubigen Zeitgeist meiner Kinderzeit zurück. Die erste Mondlandung 1969 habe ich mit kindlichem Enthusiasmus bei Nachbarn auf dem Fernsehgerät mitverfolgt. Später prägte angesichts von Umweltverschmutzung und atomarer Aufrüstung ein kritischerer Blick auf den technischen Fortschritt meine Weltsicht und damit auch meine Lektüre.

Über diese Prägungen hinaus habe ich mich auch in anderen Literaturgenres umgesehen. In jugendlichen Sturm-und-Drang-Jahren war Hermann Hesse natürlich ganz wichtig, im Lauf der Zeit kamen auch andere Autoren dazu, Thomas Mann, Stefan Zweig, Friedrich Dürrenmatt, um nur einige zu nennen. Selbst vor Goethe schreckte ich nicht zurück.

Innerhalb der Science-Fiction zählen neben vielen anderen Alastair Reynolds, Dan Simmons und Ursula Le Guin zu meinen Favoriten und Vorbildern.

 

Schreiben: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Mein eigenes Schreiben beschränkte sich viele Jahre auf ein paar Texte für selbst komponierte Lieder. Prosatexte schreibe ich seit 2008, unterbrochen durch eine Babypause in den Jahren nach 2011, als die neue Erfahrung der Vaterschaft einen großen Teil meiner Kraft und Aufmerksamkeit in Anspruch nahm. Seit etwa 2017 habe ich neben Beruf und Familie wieder mehr Ressourcen für das Schreiben frei.

Ich schreibe vorwiegend in der Zukunft angesiedelte Science-Fiction, meistens mit den genretypischen Elementen, also Raumschiffen, Androiden und fremden Planeten. Einige meiner Geschichten spielen jedoch in der Gegenwart, wo dann das Phantastische unverhofft in den normalen Alltag hineinplatzt, mit heiteren oder auch sehr ernsten Konsequenzen, wenn etwa aus der virtuellen Cyberspace-Welt des Internet plötzlich ganz reale Gefahr für Leib und Leben droht.

Gelegentlich schweift mein Geist auch in die Vergangenheit. Meine Lieblingsepoche in der Geschichte der Menschheit ist die Steinzeit, genau genommen die Zeit unmittelbar vor der Sesshaftwerdung, also in der traditionellen Einteilung die Mittelsteinzeit bzw. die jüngere Altsteinzeit. Ich bin davon überzeugt, dass die Menschen damals um nichts dümmer, primitiver oder gar „wilder“ als heute waren, sie setzten ihre bereits voll entwickelten Fähigkeiten nur in einer ganz anderen Umwelt ein, einer Umwelt, die viel Platz für spannende Abenteuer bietet, aber auch für Reflexionen über die Menschen schlechthin, über ihr Zusammenleben und ihre Konflikte, die, wie ich meine, schon damals nach denselben Mustern abliefen wie heute.

 

Warum schreibe ich? Warum ausgerechnet Phantastik?

Bücher können in völlig neue, phantastische Welten führen und entführen. Diese Faszination, der ich selbst schon früh erlegen bin, will ich auch anderen mit meinen Geschichten vermitteln. Die Fähigkeit, über die Grenzen der Realität hinaus zu denken und zu fühlen, die Frage „Was wäre, wenn?“ zu stellen, ist zutiefst menschlich und auch notwendig für unsere Weiterentwicklung. Der polnische Autor Stanislaw Lem hat einmal geschrieben: „Das Fliegen wird erst möglich, wenn zuvor vom Fliegen geträumt wurde.“

Ich glaube an die Kraft des Träumens.